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Fachtag: Aesthetics of Access im Figurentheater

  • Eintritt frei
  • Podewil, Klosterstraße 68, 10179 Berlin • Teilnahme kostenfrei • Anmeldungen bis am Vortag, 16 Uhr per Mail an ticket@schaubude.berlin oder telefonisch unter 030 4234314

Lea Röwer

Das künstlerische Verfahren Aesthetics of Access, das aus Theaterpraktiken in Großbritannien und den USA entstanden ist, sucht nach inklusiven Produktions- und Vorstellungsformaten, in denen mixed-abled künstlerische Teams miteinander arbeiten und voneinander lernen, ein gemeinsames Bühnenvokabular entwickeln und so künstlerisch integrierte…

Das künstlerische Verfahren Aesthetics of Access, das aus Theaterpraktiken in Großbritannien und den USA entstanden ist, sucht nach inklusiven Produktions- und Vorstellungsformaten, in denen mixed-abled künstlerische Teams miteinander arbeiten und voneinander lernen, ein gemeinsames Bühnenvokabular entwickeln und so künstlerisch integrierte Formen der Zugänglichkeit schaffen.

Das Festival »FIGURE IT OUT« stellt Beispiele von Aesthetics of Access im Figurentheater vor. Am Fachtag werden die künstlerischen Ansätze in Workshops vertieft und die Arbeitsmethoden praktisch erfahrbar. Die erste Workshopphase von 10 bis 13 Uhr adressiert Taubes und hörendes Fachpublikum, der Workshop von 14 bis 16 Uhr richtet sich an blinde, sehbehinderte und sehende Kolleg*innen.

 

10:00–11:30

Communication without Words

Ein Workshop für Taubes und hörendes Fachpublikum zur Inszenierung »Hrdinky?!« • Der Workshop wird ohne Sprache angeleitet

Workshopleitung: Veronika Slámová

Dieser interaktive Workshop führt in die visuelle Kommunikation ein: Die Teilnehmenden erfahren, wie viel sie ohne ein einziges Wort ausdrücken können. Anhand von Zeichen, Gesten, Mimik und Ganzkörperbewegungen erleben sie, wie natürliche menschliche Kommunikation jenseits der gesprochenen Sprache funktioniert.

Die Taube Künstlerin Veronika Slámová arbeitet als Workshopleiterin und Darstellerin mit der Theatergruppe OUKEJ sowie als Dozentin an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst Brno. Auf spielerische und vertrauensvolle Weise führt sie in die Welt der visuellen Wahrnehmung, der nonverbalen Kommunikation und des gegenseitigen Verständnisses ein.

Barrierefreiheit

Der Workshop wird ohne Sprache angeleitet. Eine DGS-Dolmetscherin ist vor, während und nach dem Workshop vor Ort, um Teilnehmende bei Bedarf zu unterstützen.

Informationen zur baulichen Barrierefreiheit des Spielorts finden Sie hier.

 

11:30–13:00

Krump with Signs

Ein Workshop für Taubes und hörendes Fachpublikum zur Inszenierung »La Langue des Cygnes« • in englischer Lautsprache mit Simultanübersetzung in Deutsche Gebärdensprache

Workshopleitung: Andy Ngoua

Anhand von Bewegungsmaterial, das durch die Teilnehmenden im vorherigen Workshop »Communication without Words« entwickelt wurde, sowie aus der Produktion »La Langue des Cygnes« führen Mitglieder der Compagnie Graine de Vie in ihre künstlerische Methode ein, Gebärden in Tanz zu übersetzen. Unter Anleitung des Tänzers und Choreografen Andy Ngoua entwickeln die Teilnehmenden eine kleine eigene Choreografie im Krump-Stil. Der Workshop wird mit Live-Musik begleitet.

Barrierefreiheit

Eine DGS-Dolmetscherin ist vor, während und nach dem Workshop vor Ort, um Teilnehmende bei Bedarf zu unterstützen.

Informationen zur baulichen Barrierefreiheit des Spielorts finden Sie hier.

 

13:00–14:00

Pause

 

14:00–16:00

Wurzeln: Versuche mit dem Unsichtbaren

Ein Workshop für blindes, sehbehindertes und sehendes Fachpublikum zur Inszenierung »unsichtbar« • in deutscher Lautsprache mit Flüsterübersetzung in englische Lautsprache (bei Bedarf, bitte bei der Anmeldung angeben)

Workshopleitung: Franziska Burnay Pereira, Gerald Pirner, Susann Tamoszus

Wie lassen sich Kinder dazu anregen, Beobachtungen, Bilder, Geräusche und innere Vorstellungen sprachlich und klanglich so zu beschreiben, dass sie mit blinden Menschen geteilt werden können? Welche Settings helfen dabei, Vorstellungen über eine für uns unsichtbare Welt unter unseren Füßen zu entwickeln und in haptische, klangliche und theatrale Formen zu übersetzen?

Diesen Fragen sind wir im Forschungsprojekt »Wurzeln« gemeinsam mit Vorschulkindern einer Kita aus Berlin Kreuzberg und blinden sowie sehenden Künstler*innen nachgegangen. In diesem Workshop stellen wir künstlerische Versuche und praktische Settings aus dem Projekt vor und teilen Erfahrungen mit integrierter Audiodeskription aus dem Produktionsprozess von »unsichtbar«.

Barrierefreiheit

Wir bieten einen Abholservice für blinde und sehbehinderte Menschen vom U-Bahnhof »Klosterstraße« an. Es sind Access Friends vor Ort, die bei Bedarf unterstützen. Wir bitten um Anmeldung für die Abholung per Mail an ticket@schaubude.berlin oder telefonisch unter 030 4234314 bis zum Vortag, 16:00 Uhr.

Informationen zur baulichen Barrierefreiheit des Spielorts finden Sie hier.

Termine

12.9. Sa

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